Ihre Wärmepumpe. Schritt für Schritt erklärt.

Von der App-Einrichtung über die richtige Einstellung bis zur schnellen Hilfe im Störungsfall: Unsere Techniker zeigen Ihnen in unter 5 Minuten, wie Sie Ihre Anlage optimal nutzen.

Alle Anleitungen im Überblick

Finden Sie hier schnelle Antworten und praxisnahe Lösungen für Ihre Wärmepumpe.

Störung
Wasserdruck
Basics
Warmwasser
Vaillant-App
HomeMatic IP
Heizkörper
Wartung

01 – STÖRUNG

Was tun bei einer Störung?

Erste Schritte zur Selbsthilfe, Notbetrieb im Winter und wie Sie unseren Service direkt erreichen.

02 – WASSERDRUCK

Wasserdruck prüfen & nachfüllen

Zu niedriger Druck ist normal: So lesen Sie die Anzeige richtig ab und füllen Ihre Anlage in unter 5 Minuten nach.

03 – BASICS

Basics der Anlage

Die wichtigsten Grundfunktionen im Überblick und wie Sie Ihre Heizung bequem und flexibel per App steuern.

04 – WARMWASSER

Warmwasser & Zirkulation

Wunschzeiten, Temperatur und Zirkulation per App anpassen — für den perfekten Mix aus Energiesparen und Komfort im Alltag.

05 – APP & DIGITALE STEUERUNG

Die Vaillant-App

Anlage verbinden, Werksgarantie sichern und die Raumtemperatur von überall aus zentral steuern.

06 – HOMEMATIC IP

HomeMatic IP einrichten

Räume einzeln steuern, Komponenten koppeln und wie Sie HomeMatic optimal mit Ihrer Wärmepumpe abstimmen.

07 – HEIZKÖRPER

Entlüften der Heizkörper

Gluckern oder kalte Heizkörper selbst beheben: Werkzeug, richtige Reihenfolge und worauf Sie danach achten müssen.

08 – WARTUNG

Wartung & Pflichten des Kunden

Wir kümmern uns um die Wartung: Welche drei einfachen Handgriffe Sie selbst erledigen, um Ihre Garantie zu sichern.

Häufigste Fragen

Einstellungen & Steuerung (Anlage & App)

Sowohl über das Display an der Regelung als auch über die myVAILLANT App haben Sie Zugriff auf alle zentralen Funktionen Ihrer Wärmepumpe. Hier sind die wichtigsten Bereiche auf einen Blick:


  • Raumtemperatur & Heizkurve: Passen Sie die Wunschtemperatur an (Parallelverschiebung der Heizkurve), verwalten Sie Ihre individuellen Zeitprogramme und stellen Sie eine eventuelle Nachtabsenkung ein.

  • Warmwasser: Steuern Sie die Warmwassertemperatur, legen Sie Wochenpläne fest oder verwalten Sie die Zirkulationspumpe (falls vorhanden). Für spontanen Mehrbedarf steht eine Funktion zur einmaligen Schnell-Aufheizung bereit.

  • Urlaubsmodus: Aktivieren Sie bei längerer Abwesenheit einen energiesparenden Betrieb, damit die Anlage effizient läuft und das Gebäude dennoch geschützt bleibt.

  • Energiemonitoring: Behalten Sie Stromverbrauch, gewonnene Umweltenergie und erzeugte Heizwärmemengen im Blick und verfolgen Sie die Jahresarbeitszahl (JAZ) Ihrer Anlage.

  • Status & Fehler: Rufen Sie den Live-Betriebszustand der Wärmepumpe ab. Bei eventuellen Störungen erhalten Sie auf Wunsch direkt eine Push-Benachrichtigung auf Ihr Smartphone.

Das Bedienfeld an Ihrer Wärmepumpe ermöglicht Ihnen den direkten Zugriff auf alle wichtigen Einstellungen und Systemwerte.

Tipp: Sie können sich am Gerät auch interaktiv durch die Einweisung klicken unter:

Grundanzeige ( ≡ ) ⇒ Benutzerhandbuch ( ? ) ⇒ Bedienelemente


Die 5 Bedienelemente am Display:


  • Hauptmenü ( ≡ ): Öffnet das Menü oder führt Sie zurück zur Grundanzeige.

  • Bestätigen ( ✓ ): Speichert ausgewählte Werte oder bestätigt Menüpunkte.

  • Zurück ( ← ): Geht eine Menüebene zurück oder bricht eine Eingabe ab.

  • Hilfe ( ? ): Ruft kontextbezogene Erklärungen zu Fachbegriffen und das Benutzerhandbuch auf.

  • Scrollbar: Dient zum Navigieren durch Menüs und Ändern von Werten. (Tipp: Für eine besonders präzise Bedienung tippen Sie am besten auf das obere oder untere Ende der Leiste, anstatt zu wischen).


Die Menüstruktur im Überblick:


Das Hauptmenü öffnen Sie über Grundanzeige ( ≡ ) ⇒ MENÜ ( ≡ ). Es unterteilt sich in drei Hauptbereiche:

  1. REGELUNG: Hier stellen Sie Temperaturen, Betriebsarten (z. B. Auto/Manuell) und Zeitpläne ein.

  2. INFORMATION: Zeigt aktuelle Anlagendaten wie Vor- und Rücklauftemperaturen, Wasserdruck oder Außentemperatur an.

  3. EINSTELLUNGEN: Hier passen Sie Grundeinstellungen wie Sprache, Datum und Uhrzeit an.


Werte auf dem Startbildschirm & ihre Bedeutung:


Auf dem Startdisplay sowie in der App finden Sie die wichtigsten Statuswerte auf einen Blick:


  • Wunschtemperatur (wichtigster Wert):

    Die Wunschtemperatur steuert Ihre Heizkurve per Parallelverschiebung. Der Berechnungsstandard für die Heizlast Ihres Gebäudes liegt bei 20 °C. Erhöhen oder senken Sie diesen Wert, passt die Wärmepumpe die Vorlauftemperatur für das gesamte Haus entsprechend an.

  • Aktuelle Raumtemperatur:

    Wird direkt am Bedienpanel (meist im Heizraum) gemessen. Dieser Wert dient nur zur Information und hat keinen Einfluss auf die Regelung der Heizung.

  • Luftfeuchtigkeit & Uhrzeit:

    Reine Informationswerte, gemessen am Bedienpanel.

Sollte es in Ihrem Haus zu kalt oder zu warm sein, müssen Sie nicht direkt tief in die Heizkurven-Einstellungen eingreifen. Die einfachste Lösung ist die Anpassung der Wunschtemperatur über die App oder direkt an der Regelung.


Wichtig zu wissen: Die angezeigte „Wunschtemperatur“ ist kein echter Raumtemperatur-Messwert, sondern ein rechnerischer Parameter. Mit diesem Wert verschieben Sie die Heizkurve parallel nach oben oder unten (Nullstellung liegt bei 20 °C). Eine Erhöhung der Wunschtemperatur hebt die Vorlauftemperatur für das gesamte Gebäude an.

Anpassung bei Temperaturproblemen:


  • Zu kalt im Haus: Wunschtemperatur um 1 bis 2 °C (K) erhöhen.

  • Zu warm im Haus: Wunschtemperatur um 1 bis 2 °C (K) senken.


Tipp: Ändern Sie den Wert immer nur in kleinen Schritten und warten Sie mindestens 24 Stunden, um die Wirkung auf das Raumklima zu testen.


Unterschied zwischen App und Regelung (Dauerhaft vs. Temporär)


  • An der Regelung (am Gerät):

    1. Rufen Sie das Menü auf und ändern Sie die Wunschtemperatur mit den Plus- (+) und Minus-Tasten (-).

    2. Wählen Sie die Option „dauerhaft gültig für alle Zeitfenster“, damit die Änderung permanent bleibt. An der Regelung ist eine dauerhafte Anpassung am leichtesten umzusetzen.

  • In der myVaillant App:

    • Wenn Sie die Temperatur direkt auf dem Startbildschirm ändern, gilt dieser Wert nur temporär (einstellbar von 30 Minuten bis 12 Stunden).

    • Für eine dauerhafte Ändeung in der App müssen Sie die Wunschtemperatur im Wochenplaner anpassen.


Der passende Heizmodus: Auto vs. Manuell


  • Auto-Modus (Empfohlen): Die Vorlauftemperatur wird automatisch über die eingestellte Heizkurve und Ihre individuellen Zeitprogramme geregelt. Dieser Modus eignet sich ideal für gut gedämmte Gebäude und den regulären Alltag.

  • Manuelle Betriebsart: Bietet eine konstant gehaltene Solltemperatur rund um die Uhr – ganz ohne tageszeitliche Absenkungen. Dieser Modus empfiehlt sich besonders für weniger gut gedämmte Gebäude mit einem gleichmäßigen Wärmebedarf.

Wir haben Ihre Anlage bereits bei der Installation optimal voreingestellt. Bitte beachten Sie, dass unbedachte Änderungen zu Komforteinbußen (Haus zu kalt oder zu warm), unreinem Betrieb oder deutlich erhöhten Energiekosten führen können.


Orientierungswerte für die Steilheit (Neigung):


  • 0,1 – 0,4: Gut gedämmte Passivhäuser oder Neubauten mit Fußbodenheizung

  • 0,4 – 0,8: Ältere Gebäude mit moderner Fußbodenheizung

  • 0,8 – 1,3: Gut gedämmte Gebäude mit klassischen Heizkörpern

  • 1,3 – 1,6: Ungedämmte Altbauten mit alten Heizkörpern


Richtwerte für Vorlauf- und Abschaltgrenzen:


  • Vorlauftemperatur Fußbodenheizung: Min. 25–30 °C / Max. 35–40 °C

  • Vorlauftemperatur Heizkörper: Min. 30–35 °C / Max. 50–55 °C

  • Sommer-/Winter-Umschaltung (Außentemperatur-Abschaltung): Neubau ca. 12 °C / Altbau ca. 15–18 °C


Fehlerbehebung: Welchen Wert muss ich anpassen?

Wenn die Raumtemperatur nicht passt, verändern Sie die Einstellungen am besten schrittweise nach folgender Logik:


  • Immer zu kalt (egal ob mild oder Frost):

    Ursache: Generell zu niedriges Temperaturniveau.

    Lösung: Das Niveau (Raumsoll-Temperatur) anheben.

  • Immer zu warm (egal ob mild oder Frost):

    Ursache: Generell zu hohes Temperaturniveau.

    Lösung: Das Niveau (Raumsoll-Temperatur) absenken.

  • Nur an sehr kalten Wintertagen zu kalt:

    Ursache: Heizkurve ist zu flach.

    Lösung: Die Neigung (Steilheit) im Profimodus leicht erhöhen.

  • Nur in der milden Übergangszeit (Herbst/Frühling) zu kalt:

    Ursache: Der Startpunkt ist zu niedrig gewählt.

    Lösung: Niveau leicht erhöhen und gleichzeitig die Neigung etwas senken.

  • Bei Frost warm genug, aber in der Übergangszeit zu warm:

    Ursache: Heizkurve verläuft zu steil.

    Lösung: Neigung senken und das Niveau leicht anheben.

Eine zu hoch eingestellte Heizkurve führt zu unnötig hohem Stromverbrauch. Die Wärmepumpe regelt die Vorlauftemperatur automatisch anhand der Heizkurve. Wir haben diese bei der Montage bereits optimal für Ihr Gebäude voreingestellt. Wenn Sie Anpassungen vornehmen möchten, geht das am einfachsten über die myVaillant App oder direkt an der Systemregelung.

Wichtiger Hinweis vorab: Ändern Sie die Werte immer nur in sehr kleinen Schritten (z. B. Neigung um 0,1; Niveau um 1 bis 2 Grad) und warten Sie mindestens 24 Stunden, um das Ergebnis zu prüfen. Sobald ein Raum trotz voll geöffneter Thermostate zu kalt bleibt, war die Änderung zu stark und Sie sollten den Wert wieder leicht anheben.


Option 1: Anpassung über die myVaillant App (Empfohlen)


  1. Öffnen Sie die App und tippen Sie auf dem Startbildschirm oben rechts auf das Menü-Symbol (drei waagerechte Linien).

  2. Wählen Sie den Punkt Einstellungen Heizkurve.

  3. Aktivieren Sie den Expertenmodus.

  4. Wählen Sie die gewünschte Heizzone aus.

  5. Über die Plus- (+) und Minus-Button (-) können Sie die Soll-Temperatur sowie die Heizkurvensteigung anpassen.

Hinweis: Wenn Sie die Temperatur hier anpassen, ändern Sie die Heizkurve temporär. Für eine dauerhafte, zeitgesteuerte Anpassung ändern Sie die Soll-Temperaturen direkt in Ihrem Wochenplaner.


Option 2: Anpassung direkt an der Systemregelung (am Gerät)

Falls Sie die App nicht nutzen, können Sie die Parameter manuell an der Regelung einstellen:


  1. Drücken Sie die Menü-Taste an der Regelung.

  2. Navigieren Sie zu den Einstellungen.

  3. Wählen Sie die Fachhandwerker-Ebene aus und geben Sie den Code 00 ein.

  4. Öffnen Sie den Menüpunkt Anlagenkonfiguration und wählen Sie Kreis 1 (bzw. den entsprechenden Heizkreis).

  5. Wählen Sie die Parameter auf der rechten Seite an. Hier können Sie die minimale/maximale Vorlaufsolltemperatur sowie die Heizkurvensteigung (Neigung) anpassen.

Bei einer Wärmepumpe ist eine klassische Nachtabsenkung oder das vollständige Abschalten meist nicht empfehlenswert. Während das bei alten Öl- oder Gasheizungen Energie sparte, arbeiten Wärmepumpen am effizientesten, wenn sie gleichmäßig und mit niedriger Vorlauftemperatur durchlaufen.


Warum eine starke Nachtabsenkung problematisch ist:


  • Höherer Stromverbrauch: Um das Gebäude morgens wieder aufzuheizen, muss die Wärmepumpe mit hoher Leistung arbeiten. Das senkt die Effizienz (COP) und verbraucht oft mehr Strom, als nachts eingespart wurde.

  • Gefahr von teurem Heizstabeinsatz: Wenn das Haus morgens schnell aufgeheizt werden soll, schaltet die Steuerung häufig den elektrischen Heizstab zu. Das treibt die Heizkosten unnötig in die Höhe.

  • Trägheit des Systems: Vor allem bei Fußbodenheizungen dauert es mehrere Stunden, bis die Wärme im Raum ankommt.

  • Ungünstige Außentemperaturen: Nachts und am frühen Morgen ist es draußen am kältesten. Muss die Anlage genau dann Höchstleistung erbringen, arbeitet sie unter den physikalisch schlechtesten Bedingungen.

  • Feuchtigkeit & Schimmel: In weniger gut gedämmten Häusern kühlen die Wände ab, was das Risiko für Kondensatbildung und Schimmel steigert.


Unsere Empfehlung:


  • Durchlaufen lassen: Lassen Sie die Wärmepumpe auch nachts auf einer konstanten Temperatur durchlaufen.

  • Schlafräume separat regeln: Wenn Sie es im Schlafzimmer kühler bevorzugen, regeln Sie dies am besten direkt über die Thermostate im jeweiligen Raum.

  • Maximal 1 bis 2 Grad absenken: Falls Sie dennoch ein Zeitprogramm nutzen möchten, senken Sie die Soll-Temperatur über die App oder Steuerung um maximal 1 bis 2 °C ab.

Ihre Wärmepumpe arbeitet im Alltag vollautomatisch, bietet Ihnen für längere Abwesenheiten jedoch einen energiesparenden Urlaubsmodus:


Automatische Sommer-/Winterumschaltung

  • Die Wärmepumpe schaltet den Heizbetrieb automatisch ab, sobald die Außentemperatur dauerhaft über ca. +16 °C liegt.

  • Die Warmwasserbereitung läuft ganzjährig weiter.

  • Eine manuelle Umschaltung zwischen Sommer und Winter ist nicht notwendig.


Urlaubsmodus einrichten (bei längerer Abwesenheit)


Wenn Sie verreisen, stellen Sie die Anlage in den Abwesenheitsmodus, um Energie zu sparen:

  • In der App: Nutzen Sie den Schnellzugriff Abwesenheitsmodus und tragen Sie Start- sowie Enddatum Ihrer Reise ein.

  • An der Regelung: Drücken Sie die Menü-Taste, wählen Sie Regelung - Abwesenheit - Alle und stellen Sie den Zeitraum Ihrer Abwesenheit ein.

Wichtiger Sicherheitshinweis: Sicherung niemals abschalten!


Schalten Sie Ihre Wärmepumpe – auch bei langer Abwesenheit im Winter – niemals über den Sicherungskasten aus. Der automatische Frostschutz funktioniert nur, wenn die Anlage am Stromnetz bleibt. Nutzen Sie stattdessen stets den Urlaubsmodus.

Tipp nach der Rückkehr: Lassen Sie aus Gründen der Trinkwasserhygiene kurz das Wasser aus allen Hähnen laufen.

Der Green iQ Modus ist der integrierte Autopilot Ihrer Wärmepumpe für minimale Heizkosten und maximale Umweltfreundlichkeit – ganz ohne Komfortverlust. Die Anlage läuft dabei dauerhaft im effizientesten Leistungsbereich, heizt das Warmwasser besonders stromsparend auf und nutzt Live-Wetterdaten für eine vorausschauende Heizstrategie. Das senkt Ihre Energiekosten und schont gleichzeitig das Gerät.


Wann wird die Nutzung empfohlen?


Der Green iQ Modus ist für den regulären Alltagsbetrieb standardmäßig empfohlen. Er eignet sich ideal für alle, die Stromkosten und CO₂-Ausstoß automatisch minimieren möchten. Besonders effizient arbeitet der Modus in Häusern mit Fußbodenheizung oder in Kombination mit einer Photovoltaik-Anlage.


Wann sollte der Modus (temporär) deaktiviert werden?


Da der Green iQ Modus die Spitzenleistung der Wärmepumpe zugunsten der Effizienz bewusst drosselt, empfiehlt sich ein Abschalten in folgenden Situationen:


  • Das Warmwasser wird zu langsam warm oder reicht nicht aus:

    Im Green iQ Modus wird der Speicher sehr langsam und energiesparend geladen. Duschen mehrere Personen direkt nacheinander oder wird eine große Badewanne befüllt, kann das Nachheizen zu lange dauern. Ohne Green iQ arbeitet die Wärmepumpe mit voller Leistung und liefert schneller wieder heißes Wasser.

  • Das Haus wird bei plötzlichen Kälteeinbrüchen nicht schnell genug warm:

    Die vorausschauende Regelung verhindert ein hektisches Hochheizen. Bei extremen Temperaturstürzen oder in schlechter gedämmten Gebäuden reagiert die Heizung ohne Green iQ schneller und kräftiger auf die Kälte.


Tipp: Das Deaktivieren muss keine dauerhafte Entscheidung sein. Sie können den Modus beispielsweise nur über ein langes Wochenende mit Besuch oder während extremer Frostperioden im Winter ausschalten.


So aktivieren oder deaktivieren Sie den Modus:


Drücken Sie die Menü-Taste an der Regelung und navigieren Sie zu:

REGELUNG ⇒ Green iQ

Wählen Sie hier die gewünschte Einstellung (Ein oder Aus) und bestätigen Sie die Eingabe.

Warmwasser, Zirkulation & Hygiene

Die Trinkwassererwärmung Ihrer Wärmepumpe erfolgt über den angeschlossenen Warmwasserspeicher. Sowohl über die myVAILLANT App als auch direkt an der Systemregelung können Sie die folgenden fünf Kernfunktionen konfigurieren:


  1. Warmwassertemperatur (Sollwert):

    Hier legen Sie fest, wie heiß das Wasser im Speicher gehalten wird. Aus Hygienegründen (Vermeidung von Legionellen) empfehlen wir eine Einstellung von mindestens 55 °C.

  2. Wochenplaner Warmwasser:

    Über diesen Wochenplan legen Sie die festen Zeitfenster fest, in denen die Wärmepumpe das Wasser aufheizen soll. Es empfiehlt sich, die Hauptladezeiten in die wärmeren Tagesstunden zu legen, um eine hohe Effizienz zu erreichen.

  3. Wochenplaner Zirkulation (falls vorhanden):

    Steuert die Zirkulationspumpe, die das warme Wasser in den Rohrleitungen in Bewegung hält. Damit steht an den Wasserhähnen sofort warmes Wasser zur Verfügung. Um Energie zu sparen, sollte diese Pumpe am besten im Intervallmodus oder passend zu den Hauptnutzungszeiten (z. B. morgens und abends) laufen.

  4. Einmalige Erwärmung (Schnell-Aufheizung):

    Mit dieser Funktion starten Sie außerhalb Ihres regulären Wochenplans eine sofortige, einmalige Aufheizung des Wasserspeichers – ideal bei spontan erhöhtem Bedarf (z. B. wenn Besuch im Haus ist).

Die gewünschte Warmwassertemperatur können Sie ganz einfach über die myVAILLANT App oder direkt an der Systemregelung anpassen.


So nehmen Sie die Einstellung vor:


  • In der myVAILLANT App:

    Rufen Sie auf dem Startbildschirm oder im Menü den Bereich Warmwasser auf. Hier können Sie die Wunschtemperatur direkt anpassen oder die Ladezeiten über den Wochenplaner festlegen.

  • An der Regelung:

    Drücken Sie die Menü-Taste $\rightarrow$ wählen Sie Regelung $\rightarrow$ Warmwasser $\rightarrow$ stellen Sie hier die gewünschte Temperatur oder den Wochenplaner ein.


Empfehlung für die optimale Temperatur & Hygiene:


Als Betreiber einer Wärmepumpenanlage können Sie die Solltemperatur für das Warmwasser frei festlegen.

  • Empfehlung: Aus Hygiene- und Gesundheitsschutzgründen (z. B. zur Vermeidung von Legionellenwachstum) empfehlen wir eine Mindesttemperatur von 55 °C.

  • Hinweis zur Betreiberhaftung: Bitte beachten Sie, dass die Verantwortung für die Einhaltung der Hygienebedingungen bei Ihnen als Anlagenbetreiber liegt.

Die Steuerung der Warmwasserbereitung über einen Wochenplan (Auto-Modus) stellt sicher, dass Ihnen stets ausreichend heißes Wasser zur Verfügung steht und die Wärmepumpe gleichzeitig möglichst energiesparend arbeitet.


Empfehlungen für die Einstellungen:


  • Lieber tagsüber aufheizen: Je wärmer die Außentemperatur ist, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. Planen Sie Haupt-Ladezeiten daher bevorzugt in die Mittags- oder Nachmittagsstunden.

  • Vorlaufzeit einplanen: Wenn Sie beispielsweise morgens um 8:00 Uhr duschen, starten Sie das Warmwasser-Zeitfenster am besten 30 bis 60 Minuten vorher (z. B. ab 7:00 Uhr). So ist der Speicher rechtzeitig auf Soll-Temperatur aufgeheizt.

  • Nachtabschaltung nutzen: Deaktivieren Sie die Warmwasserbereitung in der Nacht. Das spart Energie und ist als Werksstandard bereits optimal voreingestellt.


So stellen Sie den Wochenplan ein:


  1. Rufen Sie in der myVAILLANT App oder an der Regelung das Menü für das Warmwasser auf.

  2. Legen Sie Ihre gewünschten Zeitfenster für die einzelnen Wochentage fest.

  3. Tipp: Um Zeit zu sparen, können Sie ein einmal eingestelltes Tagesprofil ganz einfach auf andere Wochentage kopieren.


Hinweis: Über das Energiemonitoring in der myVAILLANT App können Sie jederzeit einsehen, wie sich Ihre Zeitfenster auf den Energieverbrauch der Warmwasserbereitung auswirken.

Falls bei Ihrer Installation eine Trinkwasser-Zirkulationspumpe verbaut wurde, hält diese das warme Wasser in den Rohrleitungen ständig in Bewegung. Dadurch steht Ihnen an den Wasserhähnen sofort warmes Wasser ohne langes Warten zur Verfügung.


Die 4 Betriebsarten im Überblick:


  • Auto (Intervall - Empfohlen): Die Pumpe schaltet sich in flexiblen Intervallen ein (Werkseinstellung: 3× pro Stunde für jeweils 3 Minuten). Dies bietet die beste Balance aus Komfort und Energieeffizienz.

  • Nach Warmwasser-Zeitprogramm: Die Zirkulation läuft exakt synchron zu den eingestellten Zeiten Ihrer Warmwasserbereitung.

  • Aus: Die Pumpe ist dauerhaft deaktiviert (führt zu etwas Wartezeit am Wasserhahn, spart aber maximale Energie).

  • Ein: Dauerbetrieb (nicht empfohlen, da dies zu sehr hohen Wärmeverlusten und unnötigem Stromverbrauch führt).


Tipps für eine energiesparende Nutzung:


  • An Duschzeiten anpassen: Aktivieren Sie Zeitfenster für die Zirkulation nur in Phasen, in denen Sie regelmäßig warmes Wasser benötigen (z. B. morgens und abends).

  • Auskühlung vermeiden: Läuft die Zirkulation dauerhaft, kühlt der Warmwasserspeicher über die Rohrleitungen stark aus und die Wärmepumpe muss häufiger nachheizen.

  • Persönliche Abwägung: Sie entscheiden selbst den Kompromiss zwischen weniger Wasserverbrauch (durch schnell bereitstehendes Warmwasser bei mehr Zirkulation) und höherer Energieeffizienz (bei reduzierter Zirkulation).

Sollten Sie durch Besuch oder unvorhergesehenen Bedarf außerhalb Ihrer programmierten Zeiten extra Warmwasser benötigen, können Sie dieses einmalig manuell anfordern:


  • In der App: Wählen Sie im Bereich Warmwasser die Funktion Einmalige Aufladung (oder Schnell-Aufheizung). Die Wärmepumpe heizt den Speicher sofort einmalig auf die gewünschte Temperatur auf und kehrt danach automatisch in den normalen Zeitplan zurück.

  • An der Regelung: Rufen Sie das Warmwassermenü auf und aktivieren Sie die Schnell-Aufheizung direkt per Knopfdruck.

In einem klassischen Ein- oder Zweifamilienhaus ist ein dauerhaftes Aufheizen des Wassers auf 60 °C meist gar nicht nötig. Anders als im Mehrfamilienhaus gibt es hier keine gesetzliche Pflicht dazu. Da das Wasser im Speicher durch den täglichen Verbrauch ständig ausgetauscht wird, reicht ein Sollwert von 55 °C für den Alltag völlig aus – ideal für maximale Effizienz bei hoher Hygiene. Für ein zusätzliches Plus an Sicherheit lässt sich über die Steuerung ein automatisches Anti-Legionellen-Programm aktivieren, das den Speicher in regelmäßigen Abständen einmalig auf über 60 °C erhitzt, um Keime zuverlässig abzutöten.

Falls Sie eine thermische Desinfektion durchführen möchten, können Sie diese manuell an der Systemregelung aktivieren:


Schritt-für-Schritt-Anleitung:


  1. Drücken Sie die Menü-Taste (drei waagerechte Striche).

  2. Wählen Sie Einstellungen und anschließend Fachhandwerker-Ebene.

  3. Bestätigen Sie den Zugangscode 00.

  4. Navigieren Sie über Anlagenkonfiguration zum Menüpunkt Warmwasser.

  5. Wählen Sie Legionellenschutz aus und legen Sie den gewünschten Tag sowie die Uhrzeit fest.

  6. Nach dem Speichern wird der gewählte Ausführungstag in der Regelung angezeigt.


Wichtige Sicherheitshinweise:


  • Akute Verbrühungsgefahr: Während und direkt nach der Legionellenschaltung ist das Wasser extrem heiß. Nutzen Sie in diesem Zeitraum nach Möglichkeit kein Warmwasser zum Duschen, Baden oder Händewaschen.

  • Vorsicht beim Prüfen: Testen Sie die Wassertemperatur stets extrem vorsichtig, bevor Sie mit dem Wasser in Berührung kommen.

  • Leitungen durchspülen: Lassen Sie nach Abschluss des Vorgangs an allen Wasserhähnen (Küche, Bad, Dusche) das heiße Wasser für ca. 2 bis 3 Minuten vorsichtig ablaufen, um auch die Stichleitungen durchzuspülen. Achten Sie darauf, nicht direkt mit der Haut in den Wasserstrahl zu geraten.

Wichtiger Hinweis zur Fachhandwerker-Ebene:

Bitte nehmen Sie in der Fachhandwerkerebene ausschließlich die von uns beschriebenen Einstellungen vor. Änderungen an anderen Parametern können die Funktion und Effizienz der Anlage stark beeinträchtigen. Nutzen Sie diese Ebene stets sehr vorsichtig und gewissenhaft – für Fehlbedienungen oder daraus entstehende Folgeschäden können wir keine Haftung übernehmen.


Im Zweifel wenden Sie sich bitte direkt an die Octopus Wärmepumpen-Hotline (per Telefon oder E-Mail).

Wasserdruck, Entlüftung & Heizkörper

Der optimale Anlagendruck für den Heizkreis einer Wärmepumpe in einem klassischen Einfamilienhaus liegt in der Regel zwischen 1,2 und 1,8 bar.


Warum ist der richtige Druck so wichtig?


Der Wasserdruck sorgt dafür, dass das Heizungswasser gleichmäßig durch das gesamte Rohrnetz transportiert wird – von der Wärmepumpe bis zum am höchsten gelegenen Heizkörper im Haus.

  • Zu niedriger Druck (unter 1,0 bar): Es befindet sich zu wenig Wasser im System. Dadurch kann Luft in die Rohre und Heizkörper gelangen. Die Folge: Die Heizung fängt an zu gluckern, die Räume werden nicht mehr richtig warm und die Wärmepumpe kann auf Störung schalten.

  • Zu hoher Druck (über 2,5 bar): Das System steht unter zu viel Spannung. Um Schäden an Rohren und Ventilen zu vermeiden, springt ab einem bestimmten Druck das Sicherheitsventil an und lässt überschüssiges Wasser kontrolliert ab.


Ein kleiner Tipp für den Alltag: Am Innengerät Ihrer Anlage befindet sich ein analoges oder digitales Manometer. Viele Geräte haben dort eine farbliche Kennzeichnung: Solange sich der Zeiger im grünen Bereich befindet, ist alles in bester Ordnung. Sollte der Druck dauerhaft unter 1,2 bar sinken, muss in der Regel etwas Wasser über den dafür vorgesehenen Füllanschluss nachgefüllt werden.

Wenn der Wasserdruck in Ihrem Heizsystem sinkt, kann das verschiedene Ursachen haben. Grundsätzlich muss man zwischen der Zeit direkt nach der Installation und dem später laufenden Betrieb unterscheiden.


Hier sind die drei häufigsten Gründe:


  • Natürliche Entgasung (in den ersten Wochen): Wenn die Anlage frisch befüllt oder Wasser nachgefüllt wurde, befindet sich immer noch eine gewisse Menge an Restluft im Wasser gebunden. Während des Betriebs erwärmt sich das Wasser, und die Luft löst sich. Automatische Entlüfter im System leiten diese Luftschubs nach draußen. Da Luft entweicht, schrumpft das Gesamtvolumen im Rohrnetz leicht – der Wasserdruck fällt in den ersten Wochen ganz natürlich ab. Hier hilft es meistens, einfach einmalig kontrolliert Wasser nachzufüllen.

  • Defekt am Membran-Ausdehnungsgefäß (MAG): Das Ausdehnungsgefäß (ein meist roter oder grauer runder Tank) hat die Aufgabe, die Druckunterschiede auszugleichen, die entstehen, wenn sich das Heizwasser beim Erwärmen ausdehnt und beim Abkühlen wieder zusammenzieht. Im Inneren befindet sich eine Gummimembran, die Wasser und ein Stickstoffpolster trennt. Wenn diese Membran im Laufe der Jahre reißt oder das Stickstoffpolster entweicht, kann das Gefäß den Druck nicht mehr ausgleichen. Der Druck schwankt dann extrem und fällt schließlich dauerhaft ab.

  • Undichtigkeit im System (ein Leck): Fällt der Druck plötzlich, drastisch und wiederholt ab, liegt der Verdacht nahe, dass an einer Stelle des Heizkreises Wasser entweicht. Das kann eine undichte Verschraubung an der Wärmepumpe, ein tropfendes Ventil an einem Heizkörper oder im schlimmsten Fall ein unbemerktes Leck in einer Rohrleitung im Haus sein.


Was sollten Sie tun? Wenn der Druck nach der ersten Phase der Inbetriebnahme einmalig sinkt, ist das kein Grund zur Sorge – füllen Sie einfach Wasser bis zum Optimalbereich (1,2 bis 1,8 bar) nach. Müssen Sie jedoch ständig Wasser nachfüllen oder fällt der Zeiger schlagartig ab, kontaktieren Sie uns bitte, damit wir die Anlage und das Ausdehnungsgefäß überprüfen können.

Um den optimalen Betrieb Ihrer Wärmepumpe zu gewährleisten, sollte der Anlagendruck regelmäßig kontrolliert werden.


Vorbereitung: Legen Sie sich vorab ein Handtuch und einen Eimer bereit, um austretendes Restwasser beim Abschrauben der Schläuche aufzufangen.


Schritt-für-Schritt-Anleitung:


Schritt 1: Schläuche anschließen
1. Trinkwasser-Seite (Grün): Verbinden Sie den ersten Füllschlauch mit dem grünen KFE-Hahn (Zapfstelle) und der grünen Seite der Füllstation.
2. Heizungs-Seite (Rot): Verbinden Sie den zweiten Füllschlauch vom roten KFE-Hahn (an der Heizung) mit dem roten Kugelhahn der Füllstation.
(Achten Sie darauf, die Anschlüsse nur handfest anzuziehen – Werkzeug wird nicht benötigt).

Luft aus dem Füllschlauch entfernen
Bevor Sie mit dem Befüllen der Heizungsanlage beginnen, muss die im Schlauch vorhandene Luft entfernt werden.

  1. Halten Sie das freie Ende des Schlauchs in einen Eimer oder über einen geeigneten Abfluss.

  2. Öffnen Sie den Wasserzulauf vorsichtig.

  3. Lassen Sie so lange Wasser durch den Schlauch laufen, bis keine Luftblasen mehr austreten und ein gleichmäßiger Wasserstrahl entsteht.

  4. Schließen Sie den Wasserzulauf wieder.

  5. Der Schlauch ist nun mit Wasser gefüllt und kann zum Auffüllen der Heizungsanlage verwendet werden.


Wichtig: Lassen Sie die im Schlauch befindliche Luft nicht in die Heizungsanlage gelangen. Führen Sie diesen Schritt daher immer vor dem eigentlichen Befüllen durch.

Schritt 2: Befüllvorgang starten
Öffnen Sie zuerst die zwei grünen Hähne (Trinkwasserzufuhr).
Öffnen Sie danach langsam die roten Hähne (Einlass in die Heizung).

Schritt 3: Druck kontrollieren
Beobachten Sie während des Füllvorgangs das Manometer (Druckanzeige).
Betriebsdruck: 1,5 -1,8 Bar (je nach Berechnung)
Maximum: Überschreiten Sie keinesfalls 2,0 Bar.
Erfolgsprüfung: Der Zeiger des Manometers steigt langsam an und steht bei genau 1,5 Bar.

Schritt 4: Hähne schließen
Sobald der Idealdruck von 1,5 Bar erreicht ist, schließen Sie die Hähne in umgekehrter Reihenfolge:
Schließen Sie zuerst die roten Hähne (Heizungsseite).
Schließen Sie danach die grünen Hähne (Trinkwasserseite).

Schritt 5: Abbau und Endkontrolle
Stellen Sie den Eimer unter die Verbindungen und lösen Sie die Schläuche vorsichtig ab. Prüfen Sie abschließend alle KFE-Hähne auf Dichtigkeit.
Erfolgsprüfung: Alle Hähne sind vollständig geschlossen und es tritt kein Wasser aus.

Tipp: Sollte der Druck nach kurzer Zeit wieder stark abfallen, kontaktieren Sie bitte den Octopus Service, um das System auf Leckagen oder ein defektes Ausdehnungsgefäß prüfen zu lassen.

Das Entlüften der Heizkörper ist eine einfache und effektive Maßnahme, wenn die Heizung gluckert oder nicht mehr richtig warm wird. Gehen Sie dabei am besten wie folgt vor:


  • Die richtige Reihenfolge: Beginnen Sie am höchsten Heizkörper im Haus (beispielsweise im Dachgeschoss), da Luft in der Anlage naturgemäß nach oben steigt. Arbeiten Sie sich von dort aus Etage für Etage nach unten vor.

  • Luft entweichen lassen: Öffnen Sie das Entlüftungsventil am Heizkörper vorsichtig mit einem Entlüftungsschlüssel. Lassen Sie die angestaute Luft so lange entweichen, bis ein gleichmäßiger Wasserstrahl austritt. Drehen Sie das Ventil dann sofort wieder fest zu.

  • Druck prüfen und nachfüllen: Da durch das Entlüften Luft und etwas Wasser aus dem System entweichen, fällt danach meist der Wasserdruck ab. Prüfen Sie im Anschluss unbedingt den Anlagendruck an Ihrer Wärmepumpe. Befindet sich der Zeiger nicht mehr im optimalen Bereich (1,2 bis 1,8 bar), füllen Sie vorsichtig frisches Heizungswasser nach.


Praktischer Tipp: Halten Sie beim Aufdrehen des Ventils immer eine kleine Schüssel und einen Lappen bereit, um das austretende Heizungswasser direkt aufzufangen und Flecken auf dem Boden zu vermeiden.

Wenn einzelne Heizkörper kalt bleiben, während andere im Haus problemlos heizen, liegt das meist an einfachen mechanischen oder hydraulischen Ursachen. Hier sind die häufigsten Gründe und wie Sie vorgehen können:


Die häufigsten Ursachen & Lösungen


  1. Luft im Heizkörper (Sehr häufig)

    • Symptom: Der Heizkörper wird nur unten warm, gluckert oder bleibt oben ganz kalt.

    • Lösung: Entlüften Sie den Heizkörper mit einem Entlüftungsschlüssel an der oberen Seite.

    • Erfolgsprüfung: Sobald nach dem Entweichen der Luft gleichmäßig Wasser austritt, drehen Sie das Ventil wieder zu. Prüfen Sie danach den Wasserdruck an der Heizungsanlage (Soll: ca. 1,5 Bar).

  2. Feststehendes Thermostatventil

    • Symptom: Der Heizkörper bleibt komplett kalt, obwohl das Thermostat voll aufgedreht ist (besonders häufig nach der Sommerpause).

    • Lösung: Schrauben Sie den Thermostatkopf ab. Dahinter befindet sich ein kleiner Metallstift. Drücken Sie diesen vorsichtig mit einem flachen Gegenstand (z. B. dem Rücken eines Löffels) mehrmals hinein. Er sollte von alleine wieder herausfedern.

    • Erfolgsprüfung: Lässt sich der Stift wieder leicht bewegen, schrauben Sie den Kopf auf und der Heizkörper sollte warm werden.

  3. Zu geringer Anlagendruck

    • Symptom: Vor allem Heizkörper in den oberen Etagen oder am Ende des Leitungsnetzes werden nicht warm.

    • Lösung: Prüfen Sie das Manometer an der Wärmepumpe/Hydraulikstation. Liegt der Druck unter 1,0 Bar, muss Heizungswasser nachgefüllt werden.

    • Erfolgsprüfung: Der Druck sollte auf ca. 1,5 Bar steigen.

  4. Fehlender hydraulischer Abgleich / Durchflussproblem

    • Symptom: Nahe an der Heizung gelegene Heizkörper werden glühend heiß, weit entfernte bleiben kalt – trotz Entlüftung und korrektem Druck.

    • Lösung: Das Warmwasser nimmt den Weg des geringsten Widerstands. Hier muss das System hydraulisch feinjustiert werden (Voreinstellung der Ventile), damit alle Heizkörper gleichmäßig versorgt werden.


Wann sollte der Support kontaktiert werden?


Wenn Entlüften, das Lösen des Ventilstifts und das Nachfüllen von Wasser keine Abhilfe schaffen oder der Anlagendruck ständig wieder abfällt, liegt eventuell ein Defekt an der Heizkreispumpe oder ein hydraulisches Problem vor. In diesem Fall hilft Ihnen der Octopus Service gerne weiter.

Wenn der kleine Metallstift (auch Ventilstift genannt) festsitzt, können Sie das Problem in den meisten Fällen mit wenigen Handgriffen und ganz ohne Werkzeug selbst lösen. Das passiert besonders häufig nach den Sommermonaten, wenn das Ventil über längere Zeit in derselben Position war.


So gehen Sie Schritt für Schritt vor:


  1. Thermostatkopf abschrauben: Drehen Sie den Thermostatkopf zunächst ganz auf (auf die höchste Stufe bzw. Stufe 5). Dadurch wird der Druck vom Stift genommen. Lösen Sie nun die Überwurfmutter (den Metallring) direkt hinter dem Kunststoffkopf – meistens geht das von Hand, im Notfall hilft eine Zange. Ziehen Sie den Kopf vorsichtig ab.

  2. Stift überprüfen: Nun sehen Sie den kleinen, silbernen Metallstift, der aus dem Ventil herausragt. Im Normalzustand sollte dieser etwa 5 mm herausstehen und sich federnd hineindrücken lassen. Bewegt er sich überhaupt nicht, sitzt er fest.

  3. Vorsichtig lockern: Drücken Sie den Stift nun vorsichtig mit einem flachen, harten Gegenstand (z. B. der Breitseite eines Schraubendrehers oder dem Griff einer Zange) ein Stück hinein und lassen Sie ihn wieder los. Wiederholen Sie das mehrmals, bis der Stift von alleine wieder komplett herausfedert.


Wichtig – das sollten Sie vermeiden:


  • Niemals am Stift ziehen: Wenn Sie mit einer Zange direkt am Stift ziehen, können Sie ihn komplett rausreißen. Dann droht ein Wasserschaden.

  • Keine rohe Gewalt: Schlagen Sie nicht mit einem Hammer auf den Stift. Ein paar ganz leichte, sanfte seitliche Klopfer auf das massive Messinggehäuse des Ventils können jedoch helfen, die Blockade durch Vibration zu lösen.


Sobald der Stift wieder reibungslos von selbst rein- und raus federt, setzen Sie den Thermostatkopf einfach wieder auf (wieder in Stufe 5 eingestellt) und drehen die Mutter fest. Danach sollte der Heizkörper wie gewohnt warm werden.

Der hydraulische Abgleich ist ein präzises Berechnungs- und Einstellungsverfahren für Ihr gesamtes Heizsystem. Er sorgt dafür, dass die Wärme in Ihrem Haus absolut gleichmäßig und effizient verteilt wird.


Das Problem ohne Abgleich: Wasser geht immer den Weg des geringsten Widerstands. Ohne einen hydraulischen Abgleich fließt das meiste warme Wasser durch die Heizkörper, die am nächsten an der Wärmepumpe liegen. Diese Räume werden glühend heiß, während die Heizkörper in den oberen Stockwerken oder am Ende des Hauses kaum warm werden. Um das auszugleichen, wird oft die Heizleistung oder die Pumpenstufe unnötig hochgedreht – was den Stromverbrauch massiv in die Höhe treibt.


So funktioniert das Verfahren: Bei einem hydraulischen Abgleich berechnet ein Fachmann für jeden einzelnen Raum die genaue Heizlast. Basierend auf der Raumgröße und den vorhandenen Heizkörpern wird ermittelt, wie viel warmes Wasser durchfließen muss, um die Wunschtemperatur effizient zu erreichen.


Anschließend werden die voreinstellbaren Thermostatventile an jedem einzelnen Heizkörper exakt auf diesen berechneten Wert eingestellt.


Ihre Vorteile im Überblick:


  • Gleichmäßige Wärme: Alle Räume im Haus werden genauso warm, wie sie sein sollen – unabhängig davon, wie weit sie von der Wärmepumpe entfernt sind.

  • Maximale Effizienz: Die Wärmepumpe kann mit einer deutlich niedrigeren Vorlauftemperatur und geringerer Pumpenleistung arbeiten. Das spart spürbar Strom.

  • Keine Fließgeräusche: Das nervige Rauschen oder Gluckern in den Rohren, das durch unkontrolliert fließendes Wasser entsteht, wird effektiv beseitigt.

App, WLAN & Fernoptimierung

Damit Ihre Wärmepumpe optimal eingestellt werden kann und Sie von der vollen Garantie profitieren, muss die Anlage über das Internet verbunden sein. Folgen Sie dieser Anleitung, um die myVAILLANT App schrittweise einzurichten.


Wichtige Garantiehinweise:


  • Werksgarantie: Um im Garantiefall abgesichert zu sein, muss Ihre Anlage laut Hersteller spätestens 180 Tage nach der Installation online aufgeschaltet sein.

  • 20-Jahre-Garantie: Nur bei aktiver Internetverbindung kann die Fernoptimierung (Heat-Pilot) Ihre Heizung kontinuierlich abstimmen und die 20-jährige Garantie aktiviert werden.


Schritt 1: Internet-Empfang im Heizraum prüfen


Damit Ihre Heizung online gehen kann, benötigt sie am Aufstellort ein stabiles WLAN-Signal:

  1. Gehen Sie mit Ihrem Smartphone in den Heizraum und prüfen Sie das WLAN-Symbol.

  2. Lösung bei schwachem Signal: Ist kein oder nur sehr schwacher Empfang vorhanden, installieren Sie bitte vorab einen WLAN-Verstärker (Repeater) in der Nähe des Heizraums.


Schritt 2: Die myVAILLANT App einrichten


Richten Sie Ihr Benutzerkonto am besten bequem vorab ein:

  1. App herunterladen: Suchen Sie im Apple App Store oder Google Play Store nach der App myVAILLANT und installieren Sie diese.

  2. Konto anlegen:

    • Öffnen Sie die App und wählen Sie „Neues Konto erstellen“.

    • Wichtig: Nutzen Sie zwingend dieselbe E-Mail-Adresse, die Sie bei Octopus hinterlegt haben.

    • Geben Sie Ihre persönlichen Daten ein und bestätigen Sie die Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen.

  3. E-Mail bestätigen:

    • Öffnen Sie die Bestätigungs-E-Mail (Betreff: „Aktivierung Ihres Zugangs“) in Ihrem Postfach.

    • Klicken Sie auf den Button „Jetzt Passwort vergeben“ (Link ist 30 Tage gültig).

  4. Passwort festlegen:

    • Auf der Website (identity.vaillant-group.com) bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse mit einem Klick auf „Klicken Sie hier um fortzufahren“.

    • Vergeben Sie Ihr neues Passwort und klicken Sie auf „Absenden“.

  5. Anmeldung abschließen:

    • Kehren Sie in die myVAILLANT App zurück und tippen Sie auf „Das habe ich schon getan“.

    • Melden Sie sich mit Ihrer E-Mail-Adresse und dem neuen Passwort an.


Erfolgsprüfung: Ihr Benutzerkonto ist nun erfolgreich erstellt und einsatzbereit für die Verknüpfung mit Ihrer Wärmepumpe.

Jedes Gebäude ist einzigartig. Damit Ihre neue Wärmepumpe perfekt zu Ihrem Zuhause passt, wird sie in den ersten zwei Jahren nach der Installation aus der Ferne begleitet und fortlaufend optimiert.


Wie funktioniert die Fernoptimierung?


Während dieser zwei Jahre werden die Betriebsdaten Ihrer Anlage im Hintergrund überwacht und von einer Analysesoftware detailliert ausgewertet. Auf dieser Basis passen wir die Betriebsparameter aus der Ferne Schritt für Schritt an Ihr Gebäude und Ihr Nutzungsverhalten an. Nach genau 24 Monaten ist die Wärmepumpe perfekt „eingeschwungen“ und der Service endet automatisch.


Ihre Vorteile im Überblick:


  • Fundament für die 20-Jahre-Garantie: Wir bieten Ihnen eine Garantie von 20 Jahren auf Ihre Anlage – mehr als jeder andere Anbieter auf dem Markt. Die Fernoptimierung verhindert unnötigen Verschleiß, schont die Bauteile und sichert so die extrem lange Lebensdauer Ihres Geräts.

  • Maximale Energieeffizienz: Durch die feine Abstimmung läuft die Wärmepumpe im optimalen Wirkungsgrad. Das senkt Ihren Stromverbrauch und schont Ihren Geldbeutel.

  • 100 % kostenlos: Dieser Service ist für Sie vollständig gebührenfrei.


Was müssen Sie dafür tun?


Damit die Fernoptimierung reibungslos läuft, muss die Wärmepumpe permanent online sein:


  1. Verbinden Sie das Internetmodul Ihrer Wärmepumpe mit Ihrem Heim-WLAN.

  2. Installieren Sie die myVAILLANT App auf Ihrem Smartphone und registrieren Sie die Anlage.


Sobald die Wärmepumpe online ist, läuft die Optimierung vollautomatisch im Hintergrund – Sie müssen sich um nichts weiter kümmern.


Wichtiger Hinweis – Kein Notfallservice:


Die Fernoptimierung ist ein kontinuierlicher Analyse- und Verbesserungsprozess im Hintergrund und dient nicht der akuten Störungsbehebung. Bei einem Heizungsausfall oder einer Fehlermeldung wenden Sie sich bitte wie gewohnt direkt an unseren regulären Kundenservice.

Nach der Montage Ihrer Wärmepumpe muss das Internetmodul (myVAILLANT connect) mit Ihrem Heimnetzwerk verknüpft werden. Nehmen Sie sich für die Einrichtung bitte ausreichend Zeit (ca. 20–30 Minuten).



Vorbereitung:


  • Halten Sie das Internetmodul (kleines weißes Gerät an der Wärmepumpe), die Seriennummer / den QR-Code (auf der Rückseite des Moduls oder im Quick Start Guide unter Punkt 3) sowie Ihr WLAN-Passwort bereit.

  • Begeben Sie sich für die Einrichtung in den Heizraum in die Nähe des Moduls.


Schritt-für-Schritt Anleitung:


  • Schritt 1: Haus in der App hinzufügen

    1. Öffnen Sie die myVAILLANT App und melden Sie sich an.

    2. Tippen Sie auf „Neues Zuhause hinzufügen“.

    3. Scannen Sie den QR-Code des Moduls oder geben Sie die Seriennummer manuell ein.

    4. Überprüfen Sie Ihre Adresse, vergeben Sie einen Namen (z. B. „Mein Zuhause“) und tippen Sie auf „Weiter“.

  • Schritt 2: WLAN-Verbindung herstellen (Wichtig: Lassen Sie die App während der Einrichtung stets geöffnet und brechen Sie den Ladevorgang nicht ab).

    1. Anlagentyp wählen: Beantworten Sie die Fragen nach der Wärmepumpe, dem eBUS-Anschluss und dem Modul jeweils mit „Ja“.

    2. LED-Status prüfen: Die Leuchte am Modul muss blau blinken.

      (Falls sie dauerhaft grün leuchtet: Ziehen Sie den Stecker des Moduls kurz für 5 Sekunden. Nach dem Einstecken wechselt die LED zu Blau. Wählen Sie in der App „LED blinkt blau“).

    3. Mit Modul verbindungsaufbauen: Tippen Sie auf „Verbinden“ und erlauben Sie Popups sowie die Suche nach Geräten im lokalen Netzwerk.

    4. WLAN auswählen: Wählen Sie Ihr privates Heimnetzwerk aus, geben Sie Ihr WLAN-Passwort ein und tippen Sie auf „Verbinden“.

    5. Erfolgsprüfung: Warten Sie, bis in der App die Punkte „WLAN verbunden“ und „Server verbunden“ erfolgreich mit einem grünen Häkchen abgehakt sind.

  • Schritt 3: Seriennummer an Octopus übermitteln (Garantie-Aktivierung) Damit die Fernoptimierung und Ihre 20-Jahre-Garantie aktiviert werden können, müssen Sie Octopus Energy die Seriennummer des Moduls mitteilen (beginnt meist mit „21...“).


    • Möglichkeit 1: Nutzen Sie den Link in der E-Mail, mit der Sie diese Anleitung erhalten haben.

    • Möglichkeit 2: Senden Sie die Seriennummer per E-Mail an waermepumpe@octopusenergy.de.

Materialabholung & Bauschutt

Bei der Installation einer Wärmepumpe fallen durch den Aushub für das Fundament und die Kernbohrung ins Haus vorübergehend Erdaushub, Bauschutt und Verpackungsmaterialien an. Dieses Material lassen wir selbstverständlich nicht einfach offen liegen.


So ist die Entsorgung geregelt:


  • Ordentliche Zwischenlagerung: Unser Team sammelt den Aushub und den Schutt direkt in dafür vorgesehenen Big Bags. Zusammen mit weiterem Baumüll (z. B. Kartonagen oder Holzplatten) wird alles sauber an einem vorab mit Ihnen vereinbarten Platz auf Ihrem Grundstück bereitgestellt.

  • Bündelung der Abholung: Um die Umwelt durch unnötige Fahrten zu schonen, holen wir das gesammelte Material in der Regel erst nach der vollständigen Fertigstellung der Wärmepumpe ab. So können wir den gesamten Abfall aus Vor- und Endmontage auf einmal mitnehmen.


Längere Pause zwischen den Terminen?

Sollten zwischen Vorarbeit und Endmontage mehrere Wochen liegen und Sie das Material auf Ihrem Grundstück stören, melden Sie sich einfach bei unserem Kundenservice. Wir organisieren in diesem Fall gerne eine vorzeitige Abholung für Sie.

Sie müssen sich um die Entsorgung der alten Heizungsanlage, Verpackungen und Schutt selbstverständlich nicht kümmern. Da die Entsorgungslogistik separat gesteuert wird, erfolgt die Abholung in der Regel wenige Tage nach dem Einbau durch einen spezialisierten Partnerbetrieb.


So läuft der Prozess ab:

  • Vorbereitung vor Ort: Unsere Monteure verpacken kleineren Abfall in Säcken und lagern Erdaushub in Big Bags. Grober Schrott, Paletten und Kartons werden sauber an einem mit Ihnen vereinbarten Platz auf Ihrem Grundstück bereitgestellt.

  • Abholung durch Spezialisten: Ein externes Entsorgungsunternehmen kommt mit einem passenden Transporter, verlädt alle Materialien und führt diese einer fach- und umweltgerechten Entsorgung zu.

  • Terminabsprache: Der Entsorgungspartner meldet sich vorab telefonisch oder per E-Mail bei Ihnen, um das Zeitfenster für die Abholung abzustimmen.

Wichtiger Hinweis: Dass Altgeräte und Bauschutt nicht direkt am Tag der Installation mitgenommen werden, ist der normale Prozess. Sollte das Material eine Woche nach Montageende noch nicht abgeholt worden sein, informieren Sie bitte unseren Kundenservice – wir kümmern uns umgehend darum.

Störungsdiagnose & Notfall-Hilfe

Fehlercode

Bedeutung

Häufige Ursache / Erste Maßnahme



F.022 / F.106



Wassermangel / Fülldruck zu niedrig


Anlagendruck prüfen und Heizungswasser nachfüllen (Ideal: 1,5 Bar).


F.023 / F.024



Vor-/Rücklauf-Temperaturdifferenz zu hoch

Zu geringer Durchfluss, Luft im System oder Pumpe blockiert.


F.032


Lüfterfehler


Lüfter an der Außeneinheit blockiert oder Elektronikproblem.


F.042 / F.064


Sensor- / Elektronikfehler

Fehler an Steuerplatine, Fühler oder Verdrahtung.

F.062


Ventilfehler Umschaltventil

Umschaltventil klemmt.


F.065 / F.067


Elektronik- / Platinenfehler

Überhitzung der Elektronik oder Kommunikationsproblem der Platine.


F.072 / F.085


Vor-/Rücklauffühler Zuordnung

Fühler vertauscht, defekt oder falsch montiert.


F.073 / F.074


Wasserdrucksensor Fehler

Sensor oder Kabel defekt.


F.075


Keine Druckänderung bei Pumpenstart

Pumpe fest, Luft im System oder Drucksensor defekt.

F.083


Temperaturfühler Hydraulik

Hydraulisches Problem im Heizkreis.


F.111 / F.112


Fühler-Unterbrechung


Kabel oder Temperatursensor unterbrochen/defekt.


F.128



Zünd- / Verbrennungsfehler


Nur bei Hybrid-/Gasmodulen relevant.


F.196 / F.849


Kommunikation Außeneinheit gestört

BUS-Leitung oder Stromversorgung prüfen.


F.700 / F.703


Geräteerkennung fehlgeschlagen

Falsche Gerätevariante erkannt oder Konfigurationsfehler.


F.701 / F.718


Sensor- / Reglerkommunikation

Parametrierung fehlerhaft oder eBUS-Verbindung gestört.



F.727 / F.733



Kompressor- / Verdichterfehler


Fehler am Verdichter oder der Leistungselektronik (Inverter).


F.731 / F.838


Kältekreis- / Hochdruckfehler


Wärmeabnahme im Haus fehlt oder Problem im Kältekreis.


F.734 / F.735



Hoch- / Niederdruckschutz aktiv

Zu wenig Wärmeabnahme bzw. Kältemittelmangel/Vereisung.


F.741 / F.839


Abtaufehler / Niederdruck


Starke Vereisung der Außeneinheit oder Sensorproblem.


F.752


Kondensatproblem


Kondensatablauf im Außenbereich verstopft oder eingefroren.


F.785 / F.823


Volumenstrom / Durchfluss fehlerhaft


Filter verstopft, Luft im System oder Heizkreispumpe gestört.


F.820



Kommunikation Gebäude-Pumpe


Kabel- oder Elektronikproblem der Pumpe.


F.833



Außentemperaturfühler Fehler


Außenfühler defekt oder Kabel unterbrochen.


F.899


InternetgatewayFehler


Kommunikationsfehler des myVaillant Connect Gateways mit dem Netzwerk.

Kurze Stromausfälle sind unbedenklich. Ein Handlungsbedarf besteht erst bei länger anhaltenden Stromausfällen (über 2 Stunden) in Kombination mit Frostgraden unter 0 °C.


Kurzer Stromausfall (unter 2 Stunden) oder Temperaturen über 0 °C


  • Kein Handlungsbedarf: In der Regel besteht keine Gefahr für Ihre Wärmepumpe.

  • Nach Wiederkehr des Stroms: Prüfen Sie das Display auf Fehlermeldungen und achten Sie darauf, ob die Anlage normal anläuft. Wenden Sie sich bei Auffälligkeiten oder ungewöhnlichen Geräuschen an den Octopus Service.


Längerer Stromausfall (über 2 Stunden) bei Frost unter 0 °C


Bei anhaltenden Minusgraden kann stehendes Wasser im Außenbereich einfrieren und Schäden an den Leitungen verursachen. Gehen Sie in diesem Fall Schritt für Schritt wie folgt vor:


  • Schritt 1: Wärmepumpe vom Netz trennen (Sicherheitsmaßnahme)

    Schalten Sie die Sicherung der Wärmepumpe im Sicherungskasten aus. Dies verhindert, dass die Anlage nach der Stromrückkehr automatisch anläuft, falls Bauteile im Außenbereich bereits eingefroren sein sollten.

    Erfolgsprüfung: Das Display der Heizung bleibt komplett dunkel, auch wenn der Strom im Haus wieder da ist.

  • Schritt 2: Leitungen im Gebäude schützen (Vorbeugung im Haus)

    Überwachen Sie die Raumtemperatur. Drehen Sie gelegentlich Wasserhähne im Haus kurz auf, da fließendes Wasser deutlich langsamer einfriert als stehendes Wasser in den Rohren.

    Erfolgsprüfung: Das Wasser fließt weiterhin ungehindert aus den Armaturen.

  • Schritt 3: Anlage prüfen und kontrollieren (Sichtprüfung vor Neustart)

    Sobald der Strom wieder da ist, schalten Sie die Sicherung noch nicht sofort ein. Prüfen Sie die Außeneinheit und die sichtbaren Rohre auf Risse, Eisbildung, Leckagen oder einen Druckabfall am Manometer.

    Erfolgsprüfung: Es ist kein Wasseraustritt erkennbar und der Systemdruck liegt im grünen Normalbereich.

  • Schritt 4: Sicherung wieder einschalten (Wiederinbetriebnahme)

    Wenn die Leitungen eisfrei sind und der Systemdruck stimmt, schalten Sie die Sicherung wieder ein und beobachten Sie das Anlaufverhalten der Wärmepumpe.

    Erfolgsprüfung: Die Anlage startet ohne Fehlermeldung und beginnt wieder zu heizen.


Wichtiger Sicherheitshinweis: Schalten Sie die Wärmepumpe niemals wieder ein, wenn Sie vermuten oder sehen, dass Leitungen oder die Außeneinheit eingefroren sind. Dies kann zu schweren Folgeschäden führen.

Wenn die Außeneinheit Ihrer Wärmepumpe an kalten, feuchten Tagen mit einer weißen Reif- oder Eisschicht überzogen ist, besteht in der Regel kein Grund zur Sorge. Das System arbeitet physikalisch völlig normal: Dem Verdampfer wird Wärme entzogen, wodurch die enthaltene Luftfeuchtigkeit an den Lamellen gefriert.


Die Lösung ist bereits eingebaut: Automatische Abtauung (Defrost)


Ihre Wärmepumpe erkennt über Sensoren selbstständig, wenn die Eisschicht den Luftstrom behindert, und startet automatisch den Abtauvorgang:

  • Ablauf: Der Prozess wird für wenige Minuten umgekehrt – Wärme wird kurzzeitig von innen nach außen geleitet, um die Lamellen abzutauen.

  • Typische Phänomene: Während des Abtauens schmilzt das Eis, Wasser läuft über das Kondensatset ab und das Gerät kann leicht dampfen. Nach wenigen Minuten läuft der normale Heizbetrieb weiter.


Wann sollten Sie den Octopus Service kontaktieren?


Beobachten Sie die Anlage über einige Stunden. Kontakieren Sie uns bitte in folgenden Ausnahmefällen:

  • Massive Eisbildung: Die Außeneinheit bleibt über Tage hinweg ein zentimeterdicker Eisblock und taut nicht mehr ab.

  • Geräusche oder Blockaden: Der Ventilator ist durch Eis blockiert oder erzeugt laute, schleifende Geräusche.

  • Fehlermeldung: Im Display wird eine Störung angezeigt (z. B. „Fehler Niederdruck“ oder „Abtaufehler“).


(In diesen Fällen kann der Kondensatablauf verstopft oder ein Sensor defekt sein – unser Service-Team prüft das gerne für Sie).

Wenn Ihre intelligenten Raumthermostate nicht auf Temperaturänderungen reagieren oder die Verbindung zur App verlieren, liegt das meist an einer gestörten Funkverbindung oder leeren Batterien. Mit dieser Checkliste können Sie das Problem meist in wenigen Minuten selbst beheben:


  • Schritt 1: Batterien erneuern

    Tauschen Sie die Batterien gegen neue, hochwertige Alkali-Batterien aus. Selbst wenn das Display noch schwach leuchtet, reicht die verbleibende Spannung oft nicht mehr aus, um den Funkbefehl zu senden oder den internen Stellmotor zu bewegen. Hinweis: Vermeiden Sie Akkus, da diese eine geringere Grundspannung haben.

  • Schritt 2: Smart-Home-Hub neu starten

    Trennen Sie die zentrale Steuereinheit (z. B. Homematic IP Access Point oder Danfoss Gateway) für 1 bis 2 Minuten vom Stromnetz und stecken Sie sie wieder ein. So lösen Sie eventuelle Aufhänger in der Befehlsübertragung.

  • Schritt 3: Funkreichweite und Störquellen prüfen

    Kontrollieren Sie, ob neue elektronische Geräte, WLAN-Router oder große Metallgegenstände in der Nähe des Hubs oder der Thermostate platziert wurden. Diese können das Funksignal blockieren.


Was tun, wenn das nicht hilft?

Sollten die Thermostate nach dem Batteriewechsel und dem Neustart weiterhin blockieren, kann der mechanische Ventilstift unter dem Thermostatkopf festsitzen („hängendes Ventil“).


Benötigen Sie weiterhin Unterstützung bei der Fehlersuche oder der Einrichtung Ihres Smart-Home-Systems? Sprechen Sie uns einfach an – wir helfen Ihnen gerne weiter!

Die große LED-Leuchte auf der Vorderseite Ihres Smart-Home-Access-Points (z. B. von Homematic IP) ist die wichtigste Statusanzeige des Systems. Je nach Farbe und Blinkrhythmus zeigt sie Ihnen genau an, ob alles fehlerfrei läuft oder wo es gerade hakt.


Hier ist die Übersicht der wichtigsten Signale:


  • Dauerhaftes blaues Leuchten: Alles ist perfekt. Der Access Point ist erfolgreich mit dem Internet und den Servern verbunden und das System läuft vollkommen normal.

  • Gelbes Blinken: Das Gerät versucht gerade, eine Verbindung zum Internet oder zu den Servern aufzubauen (z. B. nach einem Neustart oder Stromausfall). Bleibt das Blinken dauerhaft gelb, prüfen Sie bitte, ob das LAN-Kabel richtig im Router steckt.

  • Rotes Blinken: Hier liegt eine Störung vor. Meistens bedeutet das, dass der Access Point keine Verbindung zum Internet aufbauen kann (prüfen Sie, ob Ihr Router online ist). Blinkt es rot im Wechsel mit einer anderen Farbe, kann auch eine Überlastung des Funknetzwerks (der sogenannte Duty Cycle ist voll) oder ein Hardwarefehler vorliegen.


Unser Tipp bei Fehlern (Rot/Gelb): Trennen Sie den Access Point für ca. 1 Minute komplett vom Strom (Stecker ziehen) und starten Sie parallel Ihren Internetrouter neu. In 90 % der Fälle findet das Gerät nach dem Hochfahren die Verbindung wieder von selbst und leuchtet wieder beruhigend blau.

Wartung

Die regelmäßige Wartung ist ein präziser Check-up für Mechanik, Elektronik und Strömungswege. Sie sichert die maximale Effizienz Ihrer Anlage, spart Stromkosten und schützt vor Ausfällen im Winter.


Unsere Techniker arbeiten dabei eine standardisierte Checkliste in fünf Kernbereichen ab:


  • Reinigung der Außeneinheit: Wir befreien die Aluminiumlamellen des Verdampfers gründlich von Pollen, Laub und Schmutz, um den freien Luftstrom zu sichern, und prüfen den Kondensatablauf.

  • Dichtheitsprüfung des Kältekreises: Sämtliche Leitungen, Ventile und Anschlüsse werden auf absolute Dichtheit geprüft, um einen schleichenden Leistungsverlust zu verhindern.

  • Druck- & Systemkontrolle: Wir messen den Vordruck des Ausdehnungsgefäßes und füllen Heizungswasser nach VDI-Norm 2035 nach, um den optimalen Systemdruck zu halten.

  • Filter- & Schlammabscheider-Reinigung: Wir spülen den Schlammabscheider und entfernen Magnetitschlamm sowie Partikel, um die hochempfindliche Umwälzpumpe und den Wärmetauscher zu schützen.

  • Elektronik- & Software-Check: Wir lesen den Fehlerspeicher aus, prüfen Sensoren und optimieren bei Bedarf die Heizkurve für Ihren idealen Betrieb.


Nach Abschluss der Arbeiten erhalten Sie ein detailliertes Prüfprotokoll für Ihre Unterlagen.

Damit Sie exakt die Leistung wählen können, die zu Ihren Ansprüchen passt, bieten wir Ihnen drei transparente Wartungspakete an:


  • Basic (344,00 € / Jahr): Beinhaltet die jährliche Inspektion der Wärmepumpe inklusive Anfahrtskosten, die Wartung aller verbauten Bauteile und Speicher sowie 5 Jahre Herstellergarantie (Außen-/Innengerät) und Erreichbarkeit bei Störungen (Mo-Fr, 9-17 Uhr).

  • Plus (447,50 € / Jahr): Beinhaltet zusätzlich das gesamte Wartungsmaterial (ohne Verschleißteile), Anspruch auf den Wochenend-Notdienst (Erreichbarkeit Mo-So, 8-20 Uhr), Fern-Optimierung per Live-Aufschaltung bei Bedarf und bis zu 20 Jahre Garantie (herstellerabhängig).

  • Premium (748,70 € / Jahr): Das Rundum-sorglos-Paket mit 24/7-Erreichbarkeit an 365 Tagen im Jahr, inklusive aller Wartungs- und Verschleißteile (z. B. Opferanode oder Nachfüllpatrone), Notdienst und bis zu 20 Jahre Garantie.


Eine detaillierte Übersicht aller Leistungen finden Sie hier. Sprechen Sie uns bei Fragen gerne an – wir beraten Sie passend zu Ihrer Anlage!

Empfehlungen, Kundenservice & Notfall-Kontakte

Mit unserem Weiterempfehlungsprogramm kann jeder gemeinsam mit uns die Wärmewende vorantreiben und moderne Heiztechnik im eigenen Umfeld empfehlen – ganz egal, ob Sie selbst bereits Kunde bei Octopus Energy sind oder nicht.


Sobald die von Ihnen geworbene Person über Ihren Link eine Wärmepumpe beauftragt und das Projekt erfolgreich umgesetzt wird, belohnen wir den Einsatz gleich doppelt: Sowohl Sie als Werber als auch der Neukunde erhalten jeweils einen Bonus von 300 €.


In drei einfachen Schritten zur Prämie:


  • Ihr persönlicher Empfehlungslink: Sie müssen kein Kundenkonto oder eine App besitzen. Klicken Sie einfach auf diesen Link, um zum Formular zu gelangen. Tragen Sie dort Ihre Daten und Ihre E-Mail-Adresse ein und wir erstellen automatisch Ihren individuellen Empfehlungslink. Diesen können Sie ganz einfach per WhatsApp, SMS, E-Mail oder Social Media mit Freunden, Familie oder Nachbarn teilen.

  • Der Ablauf: Der geworbene Nachbar oder Freund klickt auf Ihren Link und beauftragt darüber seine neue Wärmepumpe. Dadurch weiß unser System automatisch, dass die Empfehlung von Ihnen kam.

  • Wann wird ausgezahlt? Die Prämie von jeweils 300 € wird gutgeschrieben, sobald das Projekt des Neukunden erfolgreich abgeschlossen und die Wärmepumpe in Betrieb genommen wurde.

Für alle Anliegen rund um Ihre Wärmepumpe steht Ihnen der Octopus Energy Service über verschiedene Kanäle zur Verfügung:


Übersicht der Kontaktwege:


  • Website: Unter www.octopusenergy.de/waermepumpe finden Sie weitere Informationen und Anleitungen.

  • E-Mail für alle Fragen: Für allgemeine Anfragen, technische Fragen oder reguläre Störungen nutzen Sie die zentrale E-Mail-Adresse: waermepumpe@octopusenergy.de

  • Telefon-Hotline: Bei allgemeinen Fragen sowie regulären Störungen erreichen Sie das Service-Team werktags von 9:00 bis 17:00 Uhr unter: 089 38031600

  • Notfall-Hotline (Nur bei technischen Notfällen):

    • E-Mail: notfall@octopusenergy.services

    • Hinweis: Die telefonische Notfall-Nummer finden Sie direkt in Ihrer Auftragsbestätigung des Wartungsvertrags.

  • Servicepartner in der App: Octopus Energy Services ist zudem als offizieller Servicepartner direkt in Ihrer myVAILLANT App hinterlegt.

Ihre Frage war nicht dabei?

Unser Kundenservice hilft Ihnen gerne weiter! Sie erreichen uns telefonisch von Montag bis Freitag, von 9:00 bis 17:00 Uhr. Unsere Nummer ist kostenlos von allen deutschen Handys und Festnetzanschlüssen.

Außerhalb dieser Zeiten schreiben Sie am besten eine E-Mail an waermepumpe@octopusenergy.de.