Ihre Wärmepumpe. Schritt für Schritt erklärt.

Von der App-Einrichtung über die richtige Einstellung bis zur schnellen Hilfe im Störungsfall: Unsere Techniker zeigen Ihnen in unter 5 Minuten, wie Sie Ihre Anlage optimal nutzen.

Alle Anleitungen im Überblick

Finden Sie hier schnelle Antworten und praxisnahe Lösungen für Ihre Wärmepumpe.

Störung
Wasserdruck
Basics
Warmwasser
Vaillant-App
HomeMatic IP
Heizkörper
Wartung
Heizkurve
Pro-Modus
Jahreszeiten

01 – STÖRUNG

Was tun bei einer Störung?

Erste Schritte zur Selbsthilfe, Notbetrieb im Winter und wie Sie unseren Service direkt erreichen.

02 – WASSERDRUCK

Wasserdruck prüfen & nachfüllen

Zu niedriger Druck ist normal: So lesen Sie die Anzeige richtig ab und füllen Ihre Anlage in unter 5 Minuten nach.

03 – BASICS

Basics der Anlage

Die wichtigsten Grundfunktionen im Überblick und wie Sie Ihre Heizung bequem und flexibel per App steuern.

04 – WARMWASSER

Warmwasser & Zirkulation

Wunschzeiten, Temperatur und Zirkulation per App anpassen — für den perfekten Mix aus Energiesparen und Komfort im Alltag.

05 – APP & DIGITALE STEUERUNG

Die Vaillant-App

Anlage verbinden, Werksgarantie sichern und die Raumtemperatur von überall aus zentral steuern.

06 – HOMEMATIC IP

HomeMatic IP einrichten

Räume einzeln steuern, Komponenten koppeln und wie Sie HomeMatic optimal mit Ihrer Wärmepumpe abstimmen.

07 – HEIZKÖRPER

Entlüften der Heizkörper

Gluckern oder kalte Heizkörper selbst beheben: Werkzeug, richtige Reihenfolge und worauf Sie danach achten müssen.

08 – WARTUNG

Wartung & Pflichten des Kunden

Wir kümmern uns um die Wartung: Welche drei einfachen Handgriffe Sie selbst erledigen, um Ihre Garantie zu sichern.

09 – HEIZKURVE

Die Heizkurve richtig verstehen

So regelt Ihre Wärmepumpe automatisch die Temperatur und wie Sie die Heizkurve im Bedarfsfall optimal anpassen.

10 – PRO-MODUS

Pro-Modus — Effizienz steigern

Für Fortgeschrittene: die Einstellungen, mit denen Sie noch mehr herausholen.

11 – JAHRESZEITEN

Effizienz je Jahreszeit

Kein Grund zur Sorge im Winter: Wie Sommer und Winter zusammen eine effiziente Jahresarbeitszahl für Ihre Wärmepumpe ergeben.

HÄUFIGE FRAGEN

Das fragen unsere Kunden am häufigsten

Planung & Voraussetzungen

Keineswegs. In vielen Fällen reicht die Leistung Ihrer bestehenden Heizkörper völlig aus. Ein pauschaler Austausch aller Heizkörper ist selten nötig — insbesondere in Räumen, die Sie kaum heizen (wie Schlafzimmer oder Hobbyraum). Moderne Wärmepumpen erreichen problemlos Vorlauftemperaturen von bis zu 75 °C. Im Rahmen unserer Vermessung vor Ort prüfen unsere Experten genau, ob der gezielte Austausch einzelner Modelle sinnvoll ist, um die Gesamteffizienz Ihrer Anlage weiter zu optimieren.

Das ist über den sogenannten SG-Ready-Standard problemlos möglich. Bei der Montage verlegen unsere Techniker ein Steuerkabel direkt von der Heizung zu Ihrem PV-Wechselrichter. Sobald Ihre Solaranlage mehr Strom erzeugt, als Ihr Haushalt verbraucht, erhält die Wärmepumpe ein Signal. Sie nutzt dann den kostenlosen Sonnenstrom, um beispielsweise das Warmwasser im Speicher auf Vorrat leicht anzuheben.

Installation & Montage

Damit durch die Wandöffnung für die Rohrleitungen keine Feuchtigkeit in Ihren Keller gelangt, wird die Kernbohrung mit einer hochfesten Ringraumdichtung verschlossen. Diese besteht aus einem dicken Gummielement zwischen zwei Metallplatten. Beim Festziehen der Schrauben presst sich das Gummi mit hohem Druck passgenau an das Mauerwerk und die Rohre an. Das Ergebnis ist ein dauerhaft wasser- und gasdichter Abschluss, der Ihren Keller zuverlässig trocken hält.

Der Schlammabscheider ist ein wichtiger Schutzfilter im Rücklauf Ihrer Heizungsanlage. Er fängt Schmutz, Rost und metallische Partikel aus den Rohrleitungen ab, bevor diese die Umwälzpumpe oder den Wärmetauscher erreichen können. Ein integrierter Magnet hält dabei selbst kleinste Eisenpartikel zuverlässig fest. Sie müssen sich im Alltag um nichts kümmern: Im Rahmen der jährlichen Wartung spülen unsere Techniker den gesammelten Schlamm einfach über ein Ventil aus.

Bedienung & Alltagseinstellungen

Bei einer Wärmepumpe gilt das Prinzip des konstanten Heizens: Statt die Thermostate ständig auf- und zuzudrehen, sollten die Ventile in den Hauptwohnräumen im Idealfall dauerhaft weit geöffnet bleiben. Die Wärmepumpe regelt ihre Leistung nämlich vollautomatisch über den Außenfühler und die Heizkurve. Wenn Sie Thermostate ständig zudrehen, drosseln Sie den Wasserfluss. Das zwingt die Anlage zum ineffizienten Ein- und Ausschalten, erzeugt eine unerwünschte Taktung und erhöht am Ende unnötig Ihren Stromverbrauch.

In einem klassischen Ein- oder Zweifamilienhaus ist ein dauerhaftes Aufheizen des Wassers auf 60 °C meist gar nicht nötig. Anders als im Mehrfamilienhaus gibt es hier keine gesetzliche Pflicht dazu. Da das Wasser im Speicher durch den täglichen Verbrauch ständig ausgetauscht wird, reicht ein Sollwert von 50 bis 55 °C für den Alltag völlig aus – ideal für maximale Effizienz bei hoher Hygiene. Für ein zusätzliches Plus an Sicherheit lässt sich über die Steuerung ein automatisches Anti-Legionellen-Programm aktivieren, das den Speicher in regelmäßigen Abständen einmalig auf über 60 °C erhitzt, um Keime zuverlässig abzutöten.

Schalten Sie die Anlage oder die Sicherungen im Urlaub niemals komplett aus, da sonst der automatische Frostschutz deaktiviert wird. Nutzen Sie stattdessen den Urlaubs- beziehungsweise Abwesenheitsmodus in der App oder direkt am Regler. Tragen Sie dort einfach Ihr Abreise- und Rückreisedatum ein. Das System senkt die Raumtemperatur ab, spart maximal Strom und fährt das Gebäude pünktlich zu Ihrer Rückkehr wieder auf Ihre gewohnte Wohlfühltemperatur hoch.

Effizienz & Stromverbrauch

Der COP ist ein theoretischer Laborwert, der die Effizienz der Wärmepumpe unter genormten Bedingungen zeigt und sich ideal zum herstellerübergreifenden Vergleich eignet. Die Angabe „A7/W55 = 3,5“ bedeutet beispielsweise, dass die Anlage bei 7 °C Außentemperatur und 55 °C Vorlauftemperatur die 3,5-fache Wärmemenge liefert. Die Jahresarbeitszahl (JAZ) ist hingegen der entscheidende Praxiswert für Ihren Geldbeutel: Sie gibt das tatsächliche Verhältnis von erzeugter Wärme zum verbrauchten Strom über ein gesamtes Kalenderjahr hinweg an. Eine JAZ von 3,5 bedeutet, dass Ihre Anlage im Jahresdurchschnitt aus 1 kWh Strom ganze 3,5 kWh Wärme erzeugt.

Das ist physikalisch völlig normal und kein Grund zur Sorge. In den kalten Wintermonaten muss die Wärmepumpe am intensivsten arbeiten. Tatsächlich entfallen knapp 70 % des gesamten Jahresstromverbrauchs auf die vier Monate von November bis Februar. Man darf diesen hohen Winterverbrauch daher keinesfalls einfach auf das gesamte Jahr hochrechnen, da der Strombedarf im Frühling und Sommer extrem gering ausfällt.

Ihre Wärmeversorgung ist auch bei klirrendem Frost absolut gesichert. Die verbauten Markengeräte arbeiten selbst bei Außentemperaturen von bis zu −20 °C zuverlässig. An extrem kalten Tagen schaltet die Steuerung vollautomatisch den integrierten elektrischen Zusatzheizstab zu. Dieser unterstützt das System wie ein Durchlauferhitzer, damit Ihr Haus garantiert immer warm bleibt.

Das ist völlig normal und hat einen einfachen Grund: Ihre Wärmepumpe ist im Sommer zwar für die Raumheizung deaktiviert, kümmert sich aber weiterhin um Ihr Warmwasser zum Duschen und Waschen. Der Heizkreis zu den Wohnräumen ist im Sommermodus verriegelt. Die Anlage springt nur kurz an, wenn die Temperatur im Speicher unter den eingestellten Wert fällt, heizt das Wasser effizient nach und schaltet sich danach wieder ab.

Das ist ein ganz natürlicher Vorgang und völlig harmlos. An nasskalten Wintertagen bildet sich an den Metalllamellen der Außeneinheit Reif oder Eis. Die Wärmepumpe erkennt das automatisch und startet für wenige Minuten einen Abtauvorgang. Dabei kehrt sie die Fließrichtung der Wärme kurz um, um das Eis zu schmelzen. Der sichtbare weiße Dampf ist geruchloser Wasserdampf, der beim Verdampfen des Schmelzwassers an den Oberflächen entsteht.

Außengerät & App

Nein, die Außeneinheit muss immer komplett freistehen. Wird der Luftstrom durch Abdeckungen, dichte Bepflanzung oder Zäune behindert, entsteht ein sogenannter thermischer Kurzschluss. Die Wärmepumpe saugt dann ihre eigene, bereits abgekühlte Luft wieder an – das treibt die Stromkosten unnötig in die Höhe und beschleunigt das Vereisen im Winter.

Reinigen Sie das Gerät niemals mit einem Hochdruckreiniger oder einer harten Bürste. Hinter den Schutzgittern liegen hauchdünne, beschichtete Aluminiumlamellen, die durch einen scharfen Wasserstrahl sofort verbiegen und ihre Schutzschicht verlieren. Das blockiert den Luftstrom dauerhaft und beeinträchtigt die Effizienz der Anlage. Entfernen Sie Blätter und Flusen am äußeren Gitter einfach vorsichtig per Hand. Die gründliche Reinigung der Lamellen übernehmen unsere Techniker bei der jährlichen Wartung mit Spezialwerkzeug.

Längerfristige Stromausfälle von mehr als zwei Stunden kommen extrem selten vor. Bei Ausfällen unter zwei Stunden besteht in der Regel keine Gefahr für Ihre Anlage. Sollte der Strom im tiefsten Winter dennoch einmal länger wegbleiben, reicht es aus, die Situation in Ruhe zu beobachten. Bevor es zu kritischen Temperaturen in den Leitungen kommt, steht Ihnen unser Notdienst zur Seite und unterstützt Sie bei Bedarf beim kontrollierten Entleeren der Außenleitungen.

Ein leises, nur in unmittelbarer Nähe wahrnehmbares Summen entsteht durch das Drehen des Lüfters und den Kompressor bei hoher Heizlast. Wenn Sie die Geräusche in den Nachtstunden weiter minimieren möchten, aktivieren Sie einfach den Flüstermodus. Dieser begrenzt die maximale Drehzahl des Lüfters, sodass die Anlage besonders leise arbeitet. In der Regel können Sie hierfür bequem einen automatischen Zeitplan für die Nachtstunden in der App hinterlegen.

Dicke Betonwände und Stahlarmierungen im Keller schirmen WLAN-Signale stark ab. Das Funkmodul der Wärmepumpe kann das Signal eines Routers aus den oberen Etagen daher oft nicht durch die Kellerdecke empfangen. Die einfachste Lösung ist ein günstiger WLAN-Repeater auf halber Strecke – etwa im Erdgeschossflur. Alternativ sorgt ein Powerline-Adapter für eine stabile Verbindung, indem er das Internetsignal direkt über die Steckdose in den Keller leitet.

Störungen & Hilfe

Wenn die Steuerung in den Notbetrieb schaltet, liegt meist eine Störung am Verdichter oder der Elektronik vor. Damit Sie nicht im Kalten sitzen, deaktiviert die Anlage den Kompressor und schaltet automatisch den elektrischen Heizstab ein. Ihr Haus und das Warmwasser bleiben dadurch weiterhin zuverlässig warm. Da der Heizstab rein elektrisch heizt und entsprechend mehr Strom verbraucht, sollten Sie in diesem Fall umgehend unseren Kundenservice informieren, damit wir die Ursache schnellstmöglich beheben.

Trennen Sie die Anlage bei App- oder Reglerhängern kurz vollständig vom Stromnetz. Dazu schalten Sie die entsprechenden Sicherungen im Sicherungskasten für mindestens fünf Minuten aus. Sobald sich die Platinen entladen haben und Sie die Sicherungen wieder einlegen, fährt die Steuerung mit einem sauberen Systemcheck neu hoch.

Das VDZ-Formular ist das offizielle Nachweisdokument über den fachgerecht durchgeführten hydraulischen Abgleich Ihres Heizsystems. Auf diesem Formular bestätigen unsere SHK-Meister schwarz auf weiß, dass der Abgleich nach dem geforderten Verfahren B durchgeführt wurde. Sie laden dieses Dokument nach der Montage einfach zusammen mit Ihrer BnD-Nummer (Bestätigung nach Durchführung) im KfW-Portal hoch. Die Förderbank verlangt diesen Nachweis zwingend, um Ihren Förderzuschuss freizugeben.

Ihre Frage war nicht dabei?

Unser Kundenservice hilft Ihnen gerne weiter! Sie erreichen uns telefonisch von Montag bis Freitag, von 9:00 bis 17:00 Uhr. Unsere Nummer ist kostenlos von allen deutschen Handys und Festnetzanschlüssen.

Außerhalb dieser Zeiten schreiben Sie am besten eine E-Mail an waermepumpe@octopusenergy.de.